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Ein Europatrip im Klassenraum

Drei europäische Gaststudierende stellen unseren Sechstklässlern in kleinen Workshops ihre Herkunftsländer vor

k MD001060Auf zwei unserer sechsten Klasse wartete ein exklusives Reiseprogramm: Drei Länder in zwei Schulstunden – und das alles in einem Lollarer Klassenraum!

Am vergangenen Donnerstag besuchten drei Erasmus-Studentinnen die Sechstklässler. Bereits der Auftakt der Projektstunden weckte die Aufmerksamkeit der Jungs und Mädels. Die drei Gäste stellten sich in ihren Landessprachen vor und nun galt es, herauszufinden, aus welchen Ländern sie denn kommen. Schnell wurde diskutiert, wer die ein oder andere Sprache kennt, vielleicht in einem der Länder schon einmal im Urlaub war und irgendetwas wiedererkannt hatte. Bald war die richtige Antwort gefunden: Griechenland, Serbien und Türkei.

Schließlich begann der „trip through Europe“: In Kleingruppen „reisten“ die Schülerinnen und Schüler von „Land zu Land“. Und genau wie bei vielen Reisen typisch, war Englisch die Verkehrssprache. Jede Studentin hatte einen Mini-Workshop in englischer Sprache ausgearbeitet, um den Kindern ihr Heimatland vorzustellen. Darüber hinaus standen die Gäste natürlich Rede und Antwort, um die vielen Fragen der kleinen Englischlerner zu beantworten.

In der „Türkei“ wurden nicht nur türkische Spezialitäten verköstigt, sondern es wurden auch bekannte Orte vorgestellt, Bilder geschaut und zu guter Letzt spielte die Türkin mit den Kindern ein selbsterstelltes Landeskunde-Memory.

In „Serbien“ entdeckten die Kids die serbische Sprache. Mit Hilfe von Buchstabenpuzzeln unternahmen sie schnell die ersten eigenen Schreibversuche – und dies in kyrillischer Schrift! Es dauerte nicht lange und kleine Wörterrätsel wurden mühelos bewältigt.

In „Griechenland“ erlebten die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Programm. Ein Bilderrätsel drehte sich um die bekanntesten griechischen Sehenswürdigkeiten und Städte. Auch das griechische Alphabet wurde vorgestellt und schließlich wagten sich alle Schülergruppen an einen griechischen Tanz zu traditioneller Musik.

So erlebten die Schülerinnen und Schüler eine außergewöhnliche Doppelstunde: Sie testeten ihr Englisch in einer authentischen Kommunikationssituation und merkten am eigenen Leib, dass sie sich bereits nach anderthalb Jahren Lernzeit sehr gut mit der lingua franca verständigen können. Außerdem erfuhren sie viel Wissenswertes über die einzelnen Länder. Als die Schülerinnen und Schüler ihre vorbereiteten Interviewfragen stellten, erhielten sie die ein oder andere besondere Information: Wer weiß schon, dass in Serbien die Schule in zwei Schichten abgehandelt wird? Morgens kommen die jüngeren Kinder in die Klassenzimmer und nachmittags die älteren.

Möglich ist dieses Projekt durch den Verein „Europa macht Schule“, der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst betreut wird und auch von der Kultusministerkonferenz unterstützt wird. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, europäische Gaststudierende und Lehrer in Kontakt zu bringen, die gemeinsam ein Projekt auf die Beine stellen. Nicht zuletzt wird so der Europagedanke in das Klassenzimmer getragen und für die Schülerinnen und Schüler greifbar gemacht.

Weitere Informationen zum Verein „Europa macht Schule“ finden Sie hier:

https://www.europamachtschule.de/das-programm/europa-macht-schule-video/

 Weitere Bilder: 

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Isabelle Trautvetter

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