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"Nachtleuchten" wurde mit dem Alfred-Döblin-Preis geehrt und landete im Herbst vergangenen Jahres auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Der Roman spielt am Vorabend zu einem politischen Umsturz in Argentinien, in der Zeit zwischen Peronismus und Militärputsch. Schauplatz der Handlung ist Buenos Aires, genauer gesagt das gesellschaftlich pulsierende Stadtviertel Ballester, wo die Autorin aufgewachsen ist.
Frau Barbetta zählt seit ihrem Debütroman "Änderungsschneiderei Los Milagros" (2008 ebenfalls preisgekrönt) zu den hochtalentierten Autorinnen der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur, in deren Herzen zwei Kulturen schlagen. Dieser doppelte Herzschlag ist es, der uns fasziniert und den wir für eine temperamentvolle Begegnung mit der Autorin und ihrem literarischen Werk für das Publikum erklingen lassen wollen.

 

Video-Links: 

Videoporträt anlässlich des Deutschen Buchpreises 2018

María Cecilia Barbetta und ihr Roman Nachtleuchten (rbb Kultur)

María Cecilia Barbetta auf dem blauen Sofa (Frankfurter Buchmesse 2018)

María Cecilia Barbetta im Interview (SWR Fernsehen: Lesenswert)

 

 

"… Nachtleuchten ist in erster Linie ein Liebesroman - nicht im klassischen Sinne, obwohl die Handlung ohne Liebesgeschichten nicht auskommt. Nachtleuchten ist eine Liebeserklärung an all die Figuren, die darin vorkommen; es sind die einfachen Leute, eine bunte Nachbarschaft, der Priester, die progressive Nonne, der Zeitungsverkäufer, die Katzenliebhaberin, der Bäcker, der Friseur, die Tratschtante, ein bestimmtes Milieu, das ich gut kenne und in dem es den großen Helden nicht gibt. Mein Großvater war genauso wie Julio El Haddad im Roman Automechaniker. Deshalb ist die Männerwelt, um die der zweite Teil des Romans kreist, mir bestens vertraut. Der Liebesroman, der Nachtleuchten im Laufe der Jahre geworden ist, ist auch ein Lebensroman…" (aus dem Interview mit der Autorin)

Vita:

María Cecilia Barbetta wurde 1972 in Buenos Aires geboren, wuchs in dem Einwandererviertel Ballester, in dem ihr Roman »Nachtleuchten« spielt, auf und besuchte dort die deutsche Schule. 1996 zog sie nach Berlin und blieb. Ihr erster Roman, »Änderungsschneiderei Los Milagros« (2008), wurde unter anderem mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Ihr zweiter Roman über den Vorabend eines politischen Umsturzes, »Nachtleuchten« (2018), wurde mit dem Alfred-Döblin-Preis geehrt und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2018. María Cecilia Barbetta schreibt auf Deutsch. »Nachtleuchten« wird für seine politische Botschaft und die virtuose Sprachkunst gefeiert.

Literaturpreise:
Shortlist Deutscher Buchpreis (2018)
Alfred-Döblin-Preis (2017)
Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2009)
Bayern 2-Wortspiele-Preis (2009)
aspekte-Literaturpreis (2008)

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