Im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts besuchte die Jahrgangsstufe 11 mit Stephanie Rupp-Saul, Matthias Schneider, Leon Jäger und Carolin Hausner am 15.01.2026 die Stadionkapelle im Deutschen Bank Park (Waldstadion) in Frankfurt/Main. Was haben Fußball und Religion gemeinsam und was trennt sie? Mit dieser Frage sowie mit der Definition und der Bedeutung von Religion und Glauben setzten sich die Schüler/innen im ersten Schulhalbjahr 2025/26 des Religionsunterrichts auseinander. Das Ziel des Ethikunterrichts war es, exemplarisch am Begriff des Glücks, Konzepte eines gelingenden Lebens in einer digitalisierten Welt zu erarbeiten.
Die Stadionkapelle in Frankfurt ist eine von fünf geweihten Kapellen in Deutschlands Stadien – neben Gelsenkirchen, Berlin, Wolfsburg und Leipzig. Während des Besuchs wurde eine Verbindung zwischen der Welt des Fußballs und der persönlichen Lebenswelt gezogen. Der Satz „You’ll never walk alone“ stand dabei sinnbildlich für Gemeinschaft und Hoffnung. Dies sind Werte, die sowohl im religiösen Kontext als auch im Alltag von Bedeutung sind.
In den Katakomben wurden wir durch die „heiligen“ Hallen geführt und bekamen den „heiligen“ Rasen zu Gesicht. Im Museum wurden verschiedene symbolträchtige Objekte, sogenannte Reliquien, präsentiert, darunter das blutverschmierte Trikot von Sebastian Rode, der sich eine Kopfverletzung beim Finale der Europa League in Sevilla zuzog. Weiterhin wird auch eine Schraube von Vorsänger Martin Stein als Reliquie aufbewahrt, mit der sein Schienbein nach einem Sturz in einen Graben bei einem Fußballspiel fixiert wurde. Neben Andreas Meier, der als „Fußballgott“ bezeichnet wird, wurde auch Helmut „Sonny“ Sonneberg thematisiert, ein lebenslanger Eintracht-Fan und Holocaust-Überlebender, der sich gegen Ausgrenzung und Rassismus einsetzte. Durch und ergänzend zur Biographie von Sonny gab es weitere Anregungen zum reflektierten Nachdenken über das Thema Fussball, wie in etwa durch den Hinweis auf die ausufernde Kommerzialisierung im Fußball oder die oft wenig sportlichen Auseinandersetzungen zwischen konkurrierenden Fanlagern.
Der Schulausflug machte die Stadionkapelle als Ort der Ruhe, des Glaubens und der Begegnung erfahrbar. Gleichermaßen wurde die Verbindung zwischen Sport bzw. Fußball, Religion und dem Leben nochmal deutlicher. Während des gesamten Stadionaufenthalts wurden vielfältige Möglichkeiten persönlicher Selbstverwirklichung und Sinnstiftung aufgezeigt, ob als Fan, Spieler, sportlicher Verantwortlicher oder leidenschaftlicher Pressearbeiter, der Schulklassen begeistern kann.







