Berufs- & Studienorientierung


 

Die wahrscheinlich wichtigste (BO)Frage...

...in der Schullaufbahn war und ist immer noch nicht so einfach zu beantworten. Denn was man einmal später beruflich machen möchte, ist schließlich nicht immer gleich klar. Die CBES hatte sich schon frühzeitig diese wichtige Frage auf die Fahnen geschrieben und die berufliche Vorbereitung lange Zeit vor einem Erlass aus dem HKM im Schulprogramm implementiert. Freilich hatte man früher die Haupt- und Realschule im Blickfeld, die ja als typische Vorbereiter für die klassischen Ausbildungsberufe galten. Schon Ende der 1980er hatte der damalige Schulleiter, Herr Lohwasser, sich für die entsprechenden Räumlichkeiten und Ausstattung eingesetzt. Mit Erfolg - kann man aus heutiger Sicht sagen, denn die Räumlichkeiten sind mittlerweile verändert oder umgezogen, aber die Ausstattung bzw. das Konzept sind verbessert worden und aktueller denn je. Anfang der 1990er Jahre, als die CBES unter Herrn Kammler - ebenfalls wegweisend - zur Ganztagsschule wurde, kam die Mensa dazu, um die Schüler- und Lehrerschaft mit einem warmen Mittagessen zu versorgen. Rasch hatte man die Idee, Schülerinnen und Schüler in das Mensakonzept einzubinden. Kochen von Schülern für Schüler ist auch heute noch ein wesentlicher Aspekt des Kunst-Werken-Projektes, welches im Rahmen des Unterrichts durch Wahl-Pflicht-Kurse erste praktische Berührungspunkte in Richtung Arbeitsleben auch heute noch ermöglicht.

Durch die weiteren Bemühungen des letzten Schulleiters, Herrn Panz, erscheint die Mensa in einem neuen Glanz und stellt somit gewissermaßen das Filetstück dar. Sauberkeit, Ästhetik und Belastbarkeit sind hierbei die Tugenden, die die Schülerinnen und Schüler für das spätere praktische Berufsleben sammeln können.

Neben all den praxisnahen Möglichkeiten, die vor Ort möglich sind, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass schon früh externe Partner sich an er Berufsvorbereitung beteiligt haben. Neben den  schulischen Vorgaben bspw. für die Hauptschule, insbesondere die zehnte Jahrgangsstufe, wo Praxiserfahrungen elementarer Bestandteil sind, gibt es zahlreiche Betriebe, die diese Form der Ausbildung erst ermöglichen. Im Übrigen gibt es im gesamten Schulamtsbezirk lediglich eine weitere Schule, die den erweiterten Hauptschulabschluss, welcher dem Realschulabschluss gleichgestellt ist, anbietet. Daher kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die Berufsorientierung in der Form den Gedanken der Gesamtschule nicht nur fördert, sondern gewissermaßen auch konstituiert.

 

Die letzten dreißig Jahre haben nicht nur die Schulen vor neue Herausforderungen gestellt, sondern sie haben auch die Berufs- und Studienwelt mächtig aufgewirbelt. Zur Orientierung: Es gibt derzeit 300 Ausbildungsberufe und unglaubliche 30.000 Studiengänge, die in Deutschland möglich sind. Durch die bevorstehende Digitalisierung ist diese Tendenz steigend und wahrscheinlich auch mit ein Grund für den Fachkräftemangel, da die Vorzüge eines Studiengangs von vielen Schülerinnen und Schülern über einen klassischen Ausbildungsberuf gestellt werden.

Eine wichtige erste berufliche Erfahrung ist daher die Einführung des Girl´s-Day und später als Ergänzung auch des Boy´s-Day. Diese seit 2002 bestehende Möglichkeit verpflichtet die Schülerinnen und Schüler, sich mit der in der Artikelüberschrift angedeutete Frage schon frühzeitig, nämlich in der siebten Jahrgangsstufe, auseinanderzusetzen. Nicht nur, dass erste Gespräche über einen möglichen Berufswunsch stattfinden, sondern es müssen zum Teil auch Kontakte zu Betrieben nachgewiesen und sogar Bewerbungsunterlagen eingereicht werden.

Mit der Übernahme des aktuellen Schulleiters, Herrn Andrej Keller, erfuhr die ohnehin stark ausgeprägte Berufs- und Studienorientierung an der CBES eine zunehmende Intensivierung. Hierzu richtete der neue Schulleiter zunächst eine eigens dafür geschaffene Funktionsstelle ein, die alle Maßnahmen in der BO-Thematik koordiniert. Ferner hat die gymnasiale Oberstufe in Vorbereitung auf das letzte Schulpraktikum in der elften Jahrgangsstufe eine großzügige, aber auch wichtige BO-Woche bekommen und somit einen Zeitkorridor, der nur an wenigen Schulen Standard ist. In dieser BO-Woche findet kein regulärer Unterricht statt, sondern zahlreiche Aktionen zur Berufs- und Studienorientierung täglich abwechselnd mit einem Schwerpunkt. Damit erfüllt die CBES gleich mehrere rechtliche Vorgaben und vereint diese sprichwörtlich „unter einem Hut“, denn die Konformität mit der Verordnung sowie mit allen Gesetzen sorgt nicht nur für die notwendige Transparenz, sondern sie offenbart gleichzeitig den Vorbildcharakter einer Bildungseinrichtung allgemein. Einen Schwerpunkt bildet das bereits seit Jahren bestehende Bewerbertraining mit externen Coachs aus der Wirtschaft, die die Schülerinnen und Schüler durch hilfreiche Aktionen wie simulierte Vorstellungsgespräche oder die Besprechung von Bewerbungsunterlagen Tipps und Tricks auf ihren Weg mitgeben.

Ein Kompetenzfeststellungsverfahren, welches die eigenen Fähigkeiten mit den eigenen Berufswünschen abfragt, ist ebenfalls ein fester Bestandteil der BO-Woche.

Natürlich läuft wie so oft im Leben nicht alles so, wie man es sich selbst vorstellt. Natürlich kann das auch bei der eigenen Berufs- und Studienorientierung der Fall sein – so muss bspw. ein Wartesemester eingelegt werden, die Fremdsprachenkenntnisse müssen vertieft werden oder einfach nur mehr Praxiserfahrung bzw. Verantwortung mitgebracht werden. Für alle diese und viele weitere Gründe gibt es sinnvolle Überbrückungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund finden an einem Tag viele Informationsveranstaltungen statt, in denen alle parallel laufenden Alternativen vorgestellt werden, wie ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ), freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) oder ein duales Studium, wo man bereits im Studium Geld verdient, weil man gleichzeitig auch arbeitet.. Abgerundet wird die BO-Woche durch das Alumnicafé, wo jetzige Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie aufgeschlossene Eltern über Berufsweg bzw. Beruf Fragen und Handlungsmöglichkeiten direkt aus erster Hand zu befragen. Abgeschlossen wird die BO-Woche mit einem Methodentraining, welches sich über zwei Tage erstreckt und eine Stärkung der kognitiven Fähigkeiten vorsieht, aber auch prüfungsnützliche Methoden für Schule und Beruf zum Inhalt hat.

Eines wird wohl deutlich, egal in welcher Stufe oder Lebensphase man ist, die CBES hat auf alle BO-Fragen zumindest eine Idee - überzeuge dich selbst…

Natürlich können in der gebotenen Kürze nicht alle Aktivitäten der Schulzweige hier aufgezeigt werden, eines aber ist klar, die wahrscheinlich wichtigste Frage in der Schullaufbahn muss immer wieder neu gestellt werden, weil sich die Menschen und die Gegebenheiten ändern und sich anpassen müssen, analog dazu verhält es sich auch mit der Berufs- und Studienorientierung. Daher wird diese Frage nie ganz einfach zu beantworten sein, sondern muss tatsächlich für jede(n) Schülerin und Schüler individuell beantwortet werden. Es wird also bei uns nie langweilig!

Fragen?


 

Sollten Sie Fragen haben oder sich in Zweifelsfällen nicht sicher sind, sprechen Sie bitte uns an - man wird Ihnen gerne weiterhelfen.

Mehmet Krasnici


Markus Richter


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4. Juli 2015

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