Bereits zum zweiten Mal konnte unsere Schule im Rahmen des Erasmus+-Programms eine internationale Projektwoche auf Gran Canaria durchführen. Vom 27.01. bis 03.02.2026 reisten Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen unter der Leitung von Dr. Gabriela Marques-Schäfer und Heinrich Schmidt auf die Kanarische Insel, um sich intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit und biologischer Anbau auseinanderzusetzen. Dieses Austausch-Projekt wird vollständig von Erasmus+ ermöglicht und bietet den Schülerinnen und Schülern einzigartige Erfahrungen, Erlebnisse und interkulturelle Begegnungen, die weit über den Unterricht hinausgehen.
Während der einwöchigen Projektphase arbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam mit ihren spanischen Partnern von der Austauschschule IES La Minilla in Las Palmas an verschiedenen Workshops und Exkursionen. Im Mittelpunkt standen nachhaltige Landwirtschaft, ökologische Anbaumethoden sowie der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf praxisnahen Exkursionen:

So besuchte die Gruppe eine Bananenplantage in Agaete, die zu den größten der Insel zählt und eine Fläche von rund 600 Hektar umfasst. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler alles rund um die Bananenpflanze lernen: Wie werden die Pflanzen angebaut? Welche klimatischen und ökologischen Bedingungen sind für den Anbau essenziell? Wie werden sie geschützt? Wie verläuft die Bananenernte ab? Diese Fragen konnten im Schatten riesiger Bananenstauden vor Ort von Bio-Bauern beantwortet und veranschaulicht werden. Im Anschluss wurde eine Verpackungsfabrik besichtigt, in der die Bananen für den Export ins Ausland sowie für die Versorgung der kanarischen Inseln vorbereitet werden. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke in die Produktionskette von der Ernte bis zum Versand und lernten, welche Rolle Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und Logistik spielt.



Ein weiteres Highlight war der Besuch einer Aloe-Vera-Plantage in Telde. Das Anwesen umfasst eine Fläche von etwa 16.000 m² mit rund 16.000 Aloe-Vera-Pflanzen, die biologisch im Freien angebaut werden. Dort wurden die Teilnehmenden über den Anbau, die artgerechte Erhaltung und die Verarbeitung der Pflanzen informiert. Besonders spannend war, dass die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden durften: Sie stellten eigene Cremes und Pflegeprodukte her und konnten so die Verarbeitung der Pflanzen hautnah erleben.
Im Laufe der Woche hatten die Schülerinnen und Schüler zudem die Aufgabe, in ihren Gastfamilien zu biologischen Produkten auf der Insel zu recherchieren. In Kleingruppen und gemeinsam mit den Familien wurden typische kanarische Gerichte mit regionalen Lebensmitteln zubereitet. So konnten die Teilnehmenden nachhaltige Ernährung nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern auch praktisch erleben.
Neben den Projektaktivitäten wurde auch die Insel Gran Canaria erkundet. Die Gruppe besuchte unter anderem die Hauptstadt Las Palmas, die Dünen von Maspalomas sowie die Orte Puerto Rico und Mogán. Ein besonderes Erlebnis war hierbei die Kayak-Tour entlang der südlichen Küste, bei der die Schülerinnen und Schüler die Natur und Landschaft der Insel aus einer neuen Perspektive kennenlernen konnten.
Neben den fachlichen Inhalten bot der Austausch zahlreiche Gelegenheiten, die spanische Kultur kennenzulernen, Sprachkenntnisse zu vertiefen und internationale Freundschaften zu knüpfen. Der interkulturelle Austausch war für alle Beteiligten eine wertvolle und bereichernde Erfahrung.
Ein Wiedersehen ist bereits geplant: Im April steht der Gegenbesuch der Austauschschule IES La Minilla an. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit weiterzuführen und neue Erfahrungen zu sammeln. Ohne eine Förderung des Erasmus+-Programms wäre dies nicht möglich!





