Ende März besuchten die drei Gymnasialklassen der Jahrgangsstufe 10 der CBES an jeweils einem Tag das Institut für Didaktik der Physik an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dort nahmen sie am Schülerlabor „PiA – Physik in Aktion“ teil, das vielfältige Lerneinheiten bietet und von Lehramtsstudierenden sowie fachdidaktisch Forschenden betreut wird.
Anlass des Besuchs war die Lerneinheit zum Thema Radioaktivität. In Kleingruppen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler selbstständig und praxisorientiert an verschiedenen Experimenten. Dazu gehörten unter anderem die Messung von Impulsraten unterschiedlicher Proben mithilfe eines Geigerzählers, die Untersuchung natürlicher Strahlung, Experimente zur Abschirmung durch verschiedene Materialien und Schichtdicken sowie die Auseinandersetzung mit dem Abstandsgesetz.
Ergänzend zu den Experimenten wurden die verschiedenen Strahlungsarten und ihre Kernreaktionsgleichungen mithilfe der Nuklidkarte anschaulich erklärt. Darüber hinaus entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein grundlegendes Verständnis für Radioaktivität und den sicheren Umgang damit.
Zum Abschluss präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Physikkurse von Herrn Hahn, Herrn Keil und Herrn Michaelis – begleitet von Frau Andrzejewski und Herrn Burk – ausgewählte Themen. Dazu zählten unter anderem die Wirkung radioaktiver Strahlung auf den menschlichen Körper, deren Einsatz in der Medizin, das Reaktorunglück von Tschernobyl sowie die bis heute messbaren Folgen für Umwelt und Nahrungskette. Ein weiterer Beitrag befasste sich mit kosmischer Strahlung und ihrer Auswirkung auf die Luftfahrt.
Die im Schülerlabor gewonnenen Erkenntnisse werden im Unterricht weiter vertieft und im Sinne eines fächerübergreifenden Ansatzes auch in aktuelle gesellschaftliche und politische Zusammenhänge eingeordnet. Dabei stehen unter anderem Fragen zur zivilen und militärischen Nutzung der Kernenergie, zu möglichen Risiken sowie zur sicheren Lagerung radioaktiver Abfälle im Fokus.
Der Besuch des Schülerlabors wurde von den Schülerinnen und Schülern durchweg positiv aufgenommen. Vor allem die Möglichkeit, eigene Experimente mit ungefährlicher radioaktiver Strahlung durchzuführen, ermöglichte den Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Zugang zu diesem schwer greifbaren Thema und begeisterte sie.







