Die Fahrt nach Malaga ermöglichte uns eine Auszeit von den regnerischen und bewölkten Tagen Deutschlands. Dort erwarteten uns fünf tolle und sonnige Tage.
Am ersten Tag hatten wir Zeit zu einer selbstständigen Stadterkundung. Die Besonderheit des Sonntags war, dass er neugierigen Touristen einen kostenlosen Eintritt in eine Variation von Museen und Theatern ermöglichte. Dies konnte man sehr gut an der endlosen Warteschlange vor dem Museum Picasso erkennen. Die Natur und Architektur Malagas beeindruckte uns schon in den ersten Minuten: Der wunderschöne und schattige Parque de Malaga, mit vielen Palmen und ungewöhnlichen Pflanzen, diente als Ruheort nach der langen und anstrengenden Reise. Dort beobachteten wir die grünen Vögel, die sogenannten Mönchssittigen und genossen die frische Luft sowie den Duft der Orangenblüten, der überall auf den Straßen Malagas zu riechen war. Den Tag beendeten wir mit einer vielfältigen und leckeren Mahlzeit in einer typisch andalusischen Tapasbar.
Am zweiten Tag besichtigten wir die Stierkampfarena „La Malagueta“. Das Museum lieferte uns sehr viele Informationen über den Stierkampf, den ehemaligen sieben Stierkampfarenen Malagas und den vielen Dynastien von Stierkämpfern. Wir bekamen eine gute Vorstellung von der Gefahr und der Seriosität der Kämpfen, der Haltung der Stiere, der Bekleidung und der Waffen der Toreros. Ein enger, dunkler Korridor, führend zur Arena, stellte eine realistische Simulation von der Aggressivität und den lauten Geräuschen der Stiere dar. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, uns selbst in Rolle eines Stierkämpfers zu versetzen und einen Stier in einem VR-Spiel zu bekämpfen.
Am Abend schauten wir einer Flamenco-Show zu. Diese beinhaltete komplexe Tänze und Live-Gesang über Liebe, Trauer, Eifersucht und Leid.
Der Dienstag startete zwar mit einer langen Busfahrt nach Granada, dem letzten muslimischen Staat auf der Iberischen Halbinsel, setzte sich jedoch fort mit einer netten Führung. Den Unterschied in der Architektur erkannte man unverzüglich. Die Alhambra faszinierte uns mit den winzigen und detaillierten Mustern auf ihren Wänden, ihren eindrucksvollen Gärten und die gute Sicht auf die ganze Stadt.
Die Orangenfarm am nächsten Tag war überraschenderweise das Highlight für viele von uns. Ein netter Farmer, namens Juanito, erzählte uns enthusiastisch über seine Farm und machte diese Führung spannend durch seine witzige Erzählweise. Bei jeder Sorte von Orangen, Mandarinen und Zitronen verteilte er jedem von uns jeweils ein oder mehrere Stückchen seiner Früchte und wir erkundeten gespannt die unterschiedlichen Geschmäcker. Die Führung endete mit einer leckeren Paella, spanischem Schinken und Ziegenkäse.
Schließlich hatten wir Freizeit und die Option, für wenig Geld einen Guru-Walk durch die Stadt zu machen. Am letzten Abend aßen wir gemeinsam in einer hervorragenden Tapasbar.
Málaga hinterließ uns viele tolle Eindrücke und vielen von uns einen Sonnenbrand, der bei der Ankunft im kalten Deutschland sich unecht anfühlte. Eine große Rolle spielte auch das leckere Essen: zwischen Tapas, panierten Meeresfrüchten, Fisch, Paella und erfrischenden Getränken, durften wir die spanische Küche auskosten und zufrieden heimkommen.
























