Während unserer gemeinsamen Reise nach Berlin haben wir viele schöne schulische und private Erfahrungen und Einblicke gesammelt.
Schon bei der Ankunft am Berliner Hauptbahnhof am 23.03.26 waren wir von der Großstadtatmosphäre beeindruckt. Wegen des gut ausgebauten Verkehrsnetzes in Berlin haben wir unser Hotel „Numa Drift“, welches zentral gelegen und modern ausgestattet war, leicht erreicht. Es bot ein Schlafzimmer mit Doppelbett, ein Bad inklusive Dusche und Waschbecken sowie ein weiteres Zimmer mit Kochnische, in dem zwei weitere Personen übernachten konnten, und einen kleinen Balkon. Die Zimmer waren aufgrund der großen Fenster sehr lichtdurchflutet. In der Nähe des Hotels befanden sich die U-Bahn-Station „Nollendorfplatz“ sowie einige Restaurants und Supermärkte.
Am Dienstag, den 24.03.26, haben wir als Gruppe in dem genannten Hotel gefrühstückt. Im Anschluss besuchte der PoWi-LK mit Frau Meuser einen historischen Ort des von 1961 bis 1989 durch die Mauer geteilten Berlins: den sog. „Tränenpalast“.
Auf dem Weg dorthin haben wir einige Sehenswürdigkeiten Berlins, wie Mauerreste am Potsdamer Platz, verschiedene Vertretungen der Bundesländer in der Hauptstadt, den Tiergarten, das Mahnmal für die ermordeten Juden in Europa sowie das Brandenburger Tor und verschiedene Botschaften gesehen.
Der „Tränenpalast“ ist eigentlich ein ehemaliger Grenzübergang, der sich am Bahnhof Friedrichstraße und daher mitten in Berlin befand und so überquerten hier während der Teilung Deutschlands hunderte Reisende täglich die Grenze mit dem Zug, der S-Bahn oder U-Bahn.
Woher kommt also der Name „Tränenpalst“?
Bevor sie vom Ostteil in den Westteil reisen konnten, mussten sie eine Ausreisehalle mit großen Fenstern und einem Flachdach passieren. Hier spielten sich sehr emotionale Szenen ab: Die Ostdeutschen verabschiedeten sich vor dieser Halle von Verwandten und Freunden, die zurück in den Westen reisten oder die DDR sogar für immer verlassen wollten. Diese Abschiede waren sehr schmerzlich, denn oft wussten die Menschen nicht, wann und ob man sich wiedersehen wird. Es flossen also viele Tränen – am Tränenpalast.
Im Museum bekamen wir in Kleingruppen die Aufgabe, anhand bestimmter Begriffe Beziehungen zu den Inhalten der Ausstellung herzustellen. Die Begriffe Kontrolle, Heimat und Freiheit spielten hierbei zum Beispiel eine große Rolle, da im Museum eine Ausstellung über Fluchtgeschichten und Zeitzeugenberichte aus der DDR gezeigt wurde.
Im Anschluss an den Besuch haben wir an der Spree unsere Eindrücke gesammelt und uns über den Besuch ausgetauscht.
Währenddessen machten sich Interessierte aus den Grundkursen gemeinsam mit Herrn Payer auf zur Bernauer Straße, um dort den Verlauf der Berliner Mauer besser nachvollziehen zu können. Hier war die Grenze zwischen Ost- und Westberlin, es wurden die erfolgreichsten Tunnel für eine Flucht in den Westen gegraben und hier gab es auch die ersten Toten nach der Teilung.
Gleichzeitig ist die Bernauer Straße aber auch ein Ort der Erinnerung für das friedliche Ende des geteilten Deutschlands: In der Nacht vom 10. zum 11. November 1989 wurden zwischen der Bernauer Straße und der Eberswalder Straße die ersten Teile aus der Mauer gebrochen und der offizielle Abriss der Grenzanlagen begann im Juni 1990 ebenfalls hier. Heute kann man hier die Gedenkstätte Berliner Mauer besuchen.
Gemeinsam mit allen haben wir am Mittwoch auf Initiative von Herrn Borhani den Bundestag besucht und haben während des Plenartages eine Debatte erlebt, bei der es um das Thema „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ ging. Das Thema sowie die Plenarsitzung waren sehr interessant, da man alles live miterleben und die unterschiedlichen Meinungen hören und sehen konnte.
Im Bundestag hatten wir ebenfalls die Gelegenheit ein Gespräch mit der Abgeordneten Ayse Asar (Grüne) zu führen, bei der unsere im Unterricht vorbereiteten und auch die am Tag neu hinzugekommenen Fragen beantwortet worden sind.
Es kamen zudem noch weitere Politiker aus unserem Wahlkreis zum Gespräch dazu: Desiree Becker von Partei die Linke und auch Frederik Bouffier von der CDU nahmen sich viel Zeit für uns – und auch Felix Döring von der SPD kam kurz für ein Foto dazu.
Der Besuch im Bundestag war sehr schön, da wir noch viel dazulernen konnten. Manche von uns waren in der zehnten Klasse schon mal dort, aber haben noch nie eine Plenarsitzung erlebt.
Wenn ihr mal in Berlin seid, müsst ihr euch sowas anschauen. Das live zu erleben, ist mega interessant, da die Politiker sonst immer so weit weg erscheinen.
Aber auch in unserer Freizeit haben wir viel erlebt, wie zum Beispiel den Besuch des Alexanderplatzes sowie viele unterschiedliche Shoppingerfahrungen, aber auch den Besuch eines Kasinos. Ebenfalls gab es viele Foodspots zu entdecken – von Smashburgern bis hin zu süßen Waffeln.
Von Vivien, Laura, Hussein, Diamanda, Miray und Elias







